Afghanistan Analysts Network – English

AAN in the Media

Zerstörtes Land, zerstörte Leben : „Ich wäre so gerne mit ihnen gestorben“

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Tagesspiegel, 11 April 2021

AAN’s Thomas Ruttig is quoted in this article telling the stories of families of victims of the latest wave of assassinations in Kabul, on the reasons for the escalation of violence and the return of the Taleban (in German, behind a paywall):

„Afghanistan war damals eine Wiederaufbau-Aufgabe“, sagt Thomas Ruttig. Der Deutsche, Co-Gründer und Co-Direktor des Forschungsinstituts Afghanistan Analysts Network, gilt international als einer der besten Kenner des Landes. „US-Präsident George W. Bush setzte stattdessen auf das Aufspüren versprengter Al-Qaida- und Taliban-Reste. Das war eine absolut fehlgeleitete Politik“, sagt Ruttig, der 1983 als Sprachschüler aus der DDR das erste Mal an den Hindukusch kam. Er hat danach weite Teile des nunmehr über 40 Jahre andauernden Krieges vor Ort miterlebt, als Diplomat und in verschiedenen anderen Funktionen. Ruttig sagt: „Wer die katastrophale Lage im Land verstehen will, muss sich immer wieder die Geschichte ansehen.“

Viele Fehler wiederholen sich, etwa in- dem die Regierung von US-Präsident Joe Biden nun die Afghanen zu einem Frieden mit den Taliban zwingen will und weiter auf die Heimholung ihrer Truppen hinarbeitet. „Das ist im Prinzip weiter eine Trump-Politik, nach dem Motto ‚Nach mir die Sintflut’“, sagt Ruttig.