dpa/Wiener Zeitung, 6 June 2021
AAN’s Thomas Ruttig is quoted in this news item of German News Agency on the continued Taleban offensive in Afghanistan (in German):
Der Afghanistan-Experte Thomas Ruttig von der Kabuler Denkfabrik Afghanistan Analysts Network streicht das aktuelle Tempo der Angriffe hervor. “Die Eroberung von mehreren Distrikten in wenigen Tagen hat es lange nicht gegeben”, sagt er. “Die Taliban wollen den militärischen Druck hochhalten, die Regierungstruppen beschäftigen und vielleicht auch durch Überlastung demoralisieren”, sagt Ruttig. Für die Regierung seien die Übernahme der Bezirkszentren – die Gebiete rund um diese seien ja meist schon lange in der Hand der Taliban – Kontroll- und Souveränitätsverluste. Noch aber handle es sich eher um periphere Gebiete. Ruttig will daher noch keinen “großen Marsch” der Taliban an die Macht erkennen. Bezirkszentren würden immer wieder auch zurückerobert. Für signifikante militärische Fortschritte ginge es eher um Provinzhauptstädte.
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This article was last updated on 25 Jun 2021