Afghanistan Analysts Network – English

AAN in the Media

Nichts war erfolgreich in Afghanistan!

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Welt am Sonntag, 4 October 2014

In this analysis of the Kunduz events, AAN’s Thomas Ruttig is quoted (in German) as saying that he is surprised that the Afghan security forces were surprised by the Taleban attack and that the lack of coordination between the various elements of regular forces and militias as well as factional rifts in the provincial administration were among the reasons for the Taleban success:

“Für ihren Coup haben sie Kämpfer aus verschiedenen Provinzen zusammengezogen”, sagt der Afghanistan-Experte Thomas Ruttig, der den Thinktank Afghanistan Analysts Network in Kabul als Ko-Direktor leitet. “Dass der afghanische Geheimdienst NDS davon nichts mitbekommen hat, ist verblüffend.”

Für ihre letzten Vorbereitungen nutzten die Taliban den traditionellen Waffenstillstand anlässlich des Opferfestes Eid. “Jeder hier wusste doch, dass sie ihre Leute in die Stadt schleusen”, sagt ein anderer Bürger von Kundus, der nicht genannt werden will. “Es war klar, dass sie angreifen, sobald das Fest vorbei ist. Aber niemand hat etwas getan.”

Die einander kreuzenden Bruchlinien in der Provinzhauptstadt erleichterten den Sieg der Taliban, meint Ruttig. Da gibt es einen Gouverneur, der von seinem Stellvertreter bekämpft wird, und trotzdem leichtsinnig genug ist, in einer so heiklen Zeit ins Ausland zu reisen. Und es gibt einen Sicherheitsapparat aus konkurrierenden Behörden und zum Teil halbstaatlichen Truppen, die von vielen Bürgern eher gefürchtet werden.