Afghanistan Analysts Network – English

AAN in the Media

Die mühsame Suche nach einem neuen Präsidenten

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Die Welt (Germany), 5 April 2014

AAN's Martine van Bijlert is quoted here on the probability and forms of vote rigging, her experience from the 2009 and 2010 elections and what this says about 2014:

"Der Betrug damals ist nicht leicht zu quantifizieren", sagt Martine van Bijlert vom Thinktank Afghanistan Analysts Network in Kabul. "Aber wenn man nur die offensichtlichsten Fälle nimmt, dürften mindestens 20 bis 30 Prozent der Stimmen bei der letzten Wahl gefälscht gewesen sein." Van Bijlert verbrachte damals Monate mit einer eigenen Auswertung der Ergebnisse, Bezirk für Bezirk. "Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es diesmal anders sein wird. Alle wissen von diesem Betrug." …

Forscherin van Bijlert befürchtet, dass sich die Fälschung vom letzten Mal fortpflanzt. "Von den etwa 30 Millionen Einwohnern Afghanistans sind zehn Millionen wahlberechtigt", sagt van Bijlert, "aber schon 2009 waren 17 Millionen Wahlkarten im Umlauf. Und jetzt werden zahllose neue registriert. Das kann nicht aufgehen." Bei den neuen Anmeldungen seien schon jetzt einige verdächtig, vor allem durch einen überproportionalen Frauenanteil. Normalerweise sind in Afghanistan etwa 30 Prozent der Wähler weiblich. "Und dann kommen da Meldungen aus extrem traditionellen paschtunischen Gegenden, wonach dort 60 bis 70 Prozent Frauen sein sollen."

 

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